AzorenUrlaub.org: Reiseinformationen über die 9 Azoren Inseln

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Reisezeit: Die Hauptreisezeit liegt zwischen Juli und August, den Hochsommermonaten. Zu dieser Jahreszeit blühen alle Pflanzen, die die Inseln beherbergen und das Klima ist relativ stabil.







Graciosa

Die zweitkleinste Azoreninsel Graciosa hat sich ihren Namen mit der graziösen, „lieblichen“ Landschaft verdient und befindet sich im Norden der eher zentralen Azoren. Hauptort der Insel ist Santa Cruz da Graciosa, in dem ungefähr 1.800 der insgesamt 5.000 Einwohner leben. Graciosa ist fast ausschließlich von flachen Höhenzügen und kleineren Vulkankegeln geprägt, weshalb sich der Niederschlag auf der Insel in Grenze hält. Die Besiedlung ist im Allgemeinen zwar eher dünn, dafür aber über die gesamte Insel verstreut, da fast die komplette Fläche Graciosas fruchtbar und damit landwirtschaftlich nutzbar ist. Wie auf fast allen Inseln der Azoren ist nämlich auch hier die Bevölkerung meist noch an die Landwirtschaft gebunden. Graciosa wurde oft als die Kornkammer Azoren bezeichnet, heutzutage hat das Getreide seine dominante wirtschaftliche Rolle jedoch verloren. Dafür wird in vielen kleinen Parzellen Wein angebaut, der in den meisten Restaurants zu bekommen ist. Die Weinbaugenossenschaft steht Besuchern jederzeit offen. Bauern und Vieh trifft man auf keiner anderen Insel so häufig, wenn man eine Wanderung antritt. Sogar Waschhäuser gibt es noch in den kleinen Dörfern Graciosas. Viele der alten Häuser und Windmühlen wurden inzwischen renoviert und seit 1981 hat die Insel einen eigenen Flughafen, sodass die Verbindungen zu den anderen Azoreninseln verbessert wurden. Ein dichtes Wegenetz bietet Wanderern viele Möglichkeiten, Graciosa zu erkunden. Serra Branca und Serra Dormida, zwei als Viehweiden genutzte Höhenzüge, sind besonders attraktive Wandergebiete, aber auch die Serra das Fontes ist durchaus beliebt. Allerdings sind alle drei Höhenzüge mehr Hügel, als richtige Bergketten. An der Küste findet man zusätzlich noch kleine Buchten, die zahlreiche Meeresvögel beherbergen. Ein anderes Ziel vieler Touristen ist die 80 Meter tiefe Schwefelgrotte Furna do Enxofre, in der ein warmer Schwefelsee brodelt . Trotz der landschaftlichen Schönheit führt es die meisten Touristen in die Hauptstadt Santa Cruz da Graciosa, in der es Kirchen und ein Volkskundemuseum zu bestaunen gibt. Hier wird besonders deutlich, warum die Insel auch den Beinamen „Weiße Insel“ trägt: die meisten Häuser sind traditionell weiß gestrichen.